Der Businessplan ist das Kernelement einer Existenzgründung. Er beschreibt die geplante Unternehmung detailliert und strukturiert, so dass der Adressat sich hiervon ein Bild machen kann.
In Existenzgründerseminaren wird versucht, Projektemachern die Flausen auszutreiben und sie zu vernünftig kalkulierenden Kaufleuten zu erziehen. Mittels Businessplan kann dies gelingen oder auch nicht.
Der Nachteil des Businessplans ist, dass er schleichend zum Selbstzweck verkommen kann und dadurch von der eigentlichen Arbeit ablenkt. Mittels „trial and error“ lassen sich oft lukrativere Projekte finden, als durch stures Festhalten an einer fixen Idee. Bildlich gesprochen ist das wie beim Beobachten von Sternen: Man erkennt sie ab Besten wenn man nicht darauf fixiert ist, sondern knapp daneben liegt.
Die Empfehlung, die sich aus der dialektischen Methode ableiten lässt ist die:
Einen guten Startpunkt wählen, den Fixkostenblock niedrig halten und so viele Feedbackschleifen mit dem anvisierten Publikum wie möglich einbauen. Allerdings auch Stop-Stellen. Denn zu einem erfolgreichen Projekt gehört auch, sich von Ideen und Vorstellungen zu trennen, wenn sie sich als unpraktikabel erweisen.
Es ist nahezu unmöglich vorherzusagen, welches Projekt ein Erfolg wird und welches ein Flopp. Darum ist es mittlerweile fast schon ehrbar, analog zur Musik einem „hit-driven-business“ zu folgen.
Ein Megahit macht die Verluste aus etlichen Fehlschlägen wett.
Die strategische Empfehlung lautet:
Fang mehrere Sachen an und schau, welche funktioniert und entwickle sie weiter.

Übertragen auf den Businessplan lautet das Fazit:
Er ist keineswegs ein antiquiertes Relikt, dass sich eben etabliert hat. Ganz im Gegenteil! Durch kontinuierliche Anpassung und Modifikation, wird er zum kontinuierlichen und verlässlichen Begleiter und erlaubt einen Ausblick in die Zukunft.

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